Pex-Net: der ACR Extraktions One-Stop-Shop
  • Home
  • F&E-Leistungen
  • One-Stop-Shop
  • Danke
  • Literatur
    • PExiklopädie
  • PExiklopädie
    • Martkanalyse und Prognosen
    • Rechtliche Grundlagen
    • Wirkung und Effekte von Pflanzenextrakten
      • Produkte, Bestandteile und ihre Funktionalität
      • Auswahl der Extrakte für das PEX-Net Projekt
      • Wirkung spezifischer Pflanzenextrakte
    • Extraktionsmethoen für ätherische Öle
    • Cannabis: Effekte und Studien
      • Decarboxylierung
      • Bandbreite
      • Nebenprodukte von Hanf
      • Wirkung
      • Verschiedene Studien zur Wirksamkeit von Cannabis
    • Extraktionstechnologie
      • Eignung der Verfahren
      • Extraktionsverfahren für CBD
      • Beschreibung verschiedener Extraktionsverfahren
      • Lösungsmittelverordnung
    • Vorbehandlungsmethoden
      • Trocknungsverfahren
        • Relevanz, Trends & Wirtschaftlichkeit
      • Studien: Trocknung von Hanf
        • Sprühtrocknung von Hanfsamenöl
        • Hot-Melt-Extrusion zur Decarboxylierung von CBD
        • Trocknung von Lavendel
  • Ergebnisse
  • Kontakt
Wir fördern KMU.

Verschiedene Studien zur Wirksamkeit von Cannabis

Verschiedene Studien zu der Wirksamkeit von Cannabis

Cannabinoiden werden verschiedenste Wirkungen zugeschrieben. Es gibt aber nur wenige Studien die diese Wirksamkeit tatsächlich nachweisen. Erkrankungen bei denen cannabisbasierte Medikamente am häufigsten eingesetzt werden:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Spastik bei Multipler Sklerose
  • Chronischen Darmerkrankungen (Morbus Crohn)
  • Gastrointestinale Schmerzen
  • Neuropathische Schmerzen
  • Weiteren neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen
  • Muskoloskelettale Schmerzen

Der Artikel (2017)  „Wirksamkeit von Cannabidiol: Klinische Studien mit Cannabidiol und Cannabidiol-haltigen Extrakten“ geht auf Studien ein, die Cannabis bei verschiedensten Erkrankungen eingesetzt haben und fasst deren Ergebnisse zusammen. Folgende Anwendungsmöglichkeiten wurden untersucht:  Epilepsie, soziale Angststörungen, Schizophrenie, Schlaf, Schmerzen, Tabaksucht, Transplantationen, Parkinson, erhöhter Augeninnendruck und Verträglichkeit.

Schlussfolgerung: „Die meisten ausgewählten Studien sind kontrollierte Pilotstudien mit 20 oder weniger Patienten pro Gruppe oder offene Studien. Evidenz für die Wirksamkeit von CBD gibt es bei Kindern mit therapieresistenter Epilepsie. Die Anzahl der Anfälle konnte bei Kindern mit Dravet-Syndrom in einer Dosierung von 20 mg CBD/kg (zusätzlich zur Standardtherapie) signifikant reduziert werden. Evident ist auch die Wirksamkeit von Dosierungen zwischen 300 und 600 mg bei sozialen Angststörungen.

Bezüglich der antipsychotischen Wirkung, der analgetischen Wirkung (Maß für die Dosisabhängigkeit der schmerzstillenden Wirkung eines Stoffes) sowie der Wirkung auf den Schlaf sind die Resultate widersprüchlich.“ [38]


In der Bachelor Arbeit (2024) „Wirksamkeit der Therapie mit Cannabis bei chronischen und gastrointestinalen Schmerzen“ wird der aktuelle Forschungsstand mithilfe von Studien untersucht.

„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass THC-reiche Cannabispräparate sowie CBD-reiche Extrakte positive Auswirkungen auf die Schmerzlinderung und Krankheitsaktivität haben können, ohne eine Veränderung der Entzündungsparameter zu bewirken. Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Schwindel wurden festgestellt, wobei die Dosierung und die Verabreichungsmethode die Häufigkeit der Nebenwirkungen beeinflusste." [39] [40]


Der Artikel (2016) „Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Cannabinoiden bei neuropathischen Schmerzsyndromen“ bietet eine umfangreiche Analyse zu Studien, in welchen Cannabinoide zur Linderung von neuropathischen Schmerzsyndromen eingesetzt wurden.

„Die vorliegende Übersicht bestätigt die Schlussfolgerung mehrerer Autoren, dass Cannabinoide in der kurz-und mittelfristigen Therapie chronischer neuropathischer Schmerzen im Rahmen klinischer Studien wirksam und verträglich sind, wobei das Ausmaß der Wirksamkeit als klinisch nicht substanziell einzustufen ist – zumindest anhand der a priori festgelegten Kriterien.

Im Gegensatz zu diesen Arbeiten steht die Einschätzung der Special Interest Group on Neuropathic Pain (NeuPSIG) der IASP, die Cannabinoiden keine Wirksamkeit bei chronischen neuropathischen Schmerzen bescheinigt. [41]


Die Doktorarbeit (2021) „Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Cannabis-Arzneimitteln bei verschiedenen körperlichen Erkrankungen“ beschäftigt sich ebenfalls intensiv mit der Auswertung verschiedener Studien.

„Die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Cannabis-Arzneimitteln kann für die Indikationen Morbus Parkinson, Chorea Huntington, Dystonie, Epilepsie, Tremor und Blasenfunktionsstörungen bei Multipler Sklerose, Epilepsie, Glaukom, Morbus Crohn und dem Reizdarmsyndrom nicht ausreichend belegt werden. Dies liegt zum einen daran, dass in den meisten Studien keine signifikanten Unterschiede zwischen Interventions- und Kontrollgruppe gefunden werden können. Zum anderen ist die Datenlage unzureichend.

Gründe für die ungenügende Evidenz sind die geringe Anzahl an Studien zu den einzelnen Indikationen und die zumeist mangelhafte Qualität der systematischen Übersichtsarbeiten und der Einzelstudien.“ [42]


Der Artikel (2018) „Potential Clinical Benefits of CBD-Rich Cannabis Extracts Over Purified CBD in Treatment-Resistant Epilepsy: Observational Data Meta-analysis“ beschreibt Studien, in welchen CBD zur Behandlung von Epilepsie eingetzt wurde. Die Daten von elf Studien belegen, dass die Behandlung mit CBD bei über 60% der Probanden wirksam war und die Häufigkeit der Anfälle veringert hat. Außerdem wurde festgestellt, dass Patienten mit einer CBD-reichen Behandlung, eine viel geringere Tagesdosis benötigten als Patienten, die ein Rein-Extrakt zu sich nahmen. [43]


Außerdem rücken die Cannabinoide THC und besonders CBD als neue Therapieoption für affektive Störungen und Angsterkrankungen in den Fokus. Als affektive Störungen bezeichnet man Stimmungsstörungen wie beispielsweise Depressionen, Angsterkrankungen und bipolare Störungen (manisch-depressive Erkrankungen). Behandelt wird zum Beispiel mit Antidepressiva, die die Botenstoffe Noradrenalin, Serotonin und Dopamin beeinflussen. Diese Neurotransmitter steuern Emotionen und Verhalten wie Stimmung, Wachheit, Motivation, Fatigue und psychomotorische Agitation.

Die jetzigen medikamentösen Therapien lindern die Sympotmatik nur bei 60 bis 70% der Betroffenen. CBD gilt als angstlösend und wirkt antidepressiv. Diese Eigenschaften beruhen auf einer Art „Entourage Effekt“ zwischen dem Endocannabinoidsystem und anderen Rezeptorsystemen: Bekannt ist, dass Endocannabinoid-, Noradrenalin- und Serotnin-System miteinander interagieren. CBD aktiviert präsynaptische Cannabinoid-1-Rezeptoren, wodurch das sympathiosche Nervensystem weniger des Botenstoffes Acetylcholin freisetzt.

Zu diesem Anwendungsgebiet gibt es zum derzeitigen Stand nur Umfragen und es sind noch kontrollierte Studien notwendig. [44]


Wenn man verschiedene Artikel und Arbeiten durchgeht, die Studien zur Wirksamkeit analysieren, stößt man auf zwei gegensätzliche Seiten. Zum Einen gibt es die Meinung die Wirksamkeit könnte nachgewiesen werden und zum Anderen heißt es sie könne nicht nachgewiesen werden. Dennoch scheint ein Konses darüber zu herrschen, dass es zu wenige Studien gibt, die die Wirksamkeit tatsächlich belegen oder widerlegen können.

In Deutschland wurde im Jahr 2018 eine umfangreiche wissenschaftliche Analyse bezüglich akuteller Datenlage in Auftrag gegeben. Als problematisch wurde empfunden, dass kontrollierte Vergleiche nur gegenüber einem Scheinmedikament durchgeführt wurden und nicht gegenüber Schmerzmedikamenten mit nachgewiesener Wirkung. Eine Schlussfolgerung daraus war, dass qualitativ hochwertige Studien zur Wirksamkeit von medizinischen Cannabis in der Behandlung von chronischen Schmerzen fehlen.

Bei der Behandlung zur Verbesserung der Symptome einer Spastizität, die durch Multiple Sklerose ausgelöst wird, gibt es widersprüchliche Daten.

Die Studienlage bei Effekten von Cannabis auf Übelkeit, Erbrechen und Appetit gilt als unzureichend und veraltet.

Studien im Bereich der psychischen Störungen, Epilepsien und Psychosen bewerten Expertinnen und Experten als schwach. [45]

Impressum
Datenschutzinformation
Cookies