Cannabidiol kann unter anderem den körpereigenen Botenstoff Adrenalin beeinflussen, der bei akutem und/oder länger andauerndem Stress instensiv ausgeschüttet wird. Es reguliert die Adrenalinausschüttung, trägt zur Beruhigung bei und verschiebt so die Toleranzgrenze gegen Stress nach oben. Die weitere Wirkung betrifft das Endocannabinoid-System (ECS) im menschlichen Gehirn . Dieses steuert die Serotoninproduktion, den Schlaf, Appetit, die Schmerzwahrnehmung und Immunprozesse. Es hält also die Balance der Körperreaktionen aufrecht. CBD koopertiert mit dem ECS und unterstützt es . Außerdem beeinflusst Cannabidiol den Neurotransmitter AEA, der vom Körper produziert wird und prinzipiell die gleiche Wirkung hat wie CBD. AEA ist selbst ein Cannabinoid.
Ergebnisse einer Studie der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA, 2010:
„CBD wirkt auf die Endocannabinoid-Signalgebung, die für die Ausschüttung von Glucocorticoidhormonen bei Stressvorgängen verantwortlich ist. Diese Hormone erzeugen physiologische Veränderungen, die kurzfristig adaptiv und damit vorteilhaft wirken. Langfristig sind sie jedoch schädlich für metabolische, kardiovaskuläre, immunreaktive und neurobiologische Funktionen. Die Regulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse versagt durch die allmähliche nachlassende Corticosteron-Ausschüttung. Eine CBD-Gabe unterbindet den wiederholten, stressinduzierten Rückgang von Corticosteron-Reaktionen. Es konnte nachgewiesen werden, dass CBD eine wichtige Rolle bei der Endocannabinoid-Signalgebung spielen kann.“ #35
Auch in der Kosmetik wird CBD immer beliebter. CBD wird mit Hanfsamenöl aus biologischem Anbau und ausgewählten, natürlichen Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Hyaluron, Aloe Vera, Ölen wie Jojoba-, Avocado-, Argan-, oder Macadamiaöl sowie bioaktiven Extrakten kombiniert.
CBD setzt an zentralen Faktoren an, die Hautbild beeinflussen können:
CBD kann Ungleichgewichte im Hautstoffwechsel harmonisieren, den Säure-Lipid-Mantel stärken und damit die Feuchtigkeit in der Haut binden sowie Entzündungen egalisieren. #36
Wie Cannabis den Schlaf beim Menschen beeinflusst, ist äußerst komplex und wird noch bei weitem nicht vollständig verstanden. Es ist aber allgemein bekannt, dass es einen „Kater“- Effekt geben kann. Dies kann das Aufwachen erschweren und führt dazu, dass sich die Konsumierenden nach dem Aufwachen für einige Zeit schläfrig und unkonzentriert fühlen. Schlafstudien haben gezeigt, dass niedrige Dosen von THC eine Verkürzung der Dauer und Intensität des REM-Schlafes bewirken können und die Dauer des Tiefschlafes erhöht wird.
Aber höhere Dosen können genau das Gegenteil bewirken. Zu hohe Dosen THC haben folgende Effekte:
Laut einem Überblick aus dem Jahr 2015, kann chronischer Cannabiskonsum auch unterschiedliche Auswirkungen haben. Chronische Anwendung kann zur Entwicklung einer Toleranz gegen Schlaf-Latenzeffekten führen, hat aber dagegen weniger Auswirkungen auf den REM-Schlaf. #37
